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Soziales Lernen: Soziales Lernen ist in der Psychologie der Prozess, durch den Menschen Verhaltensweisen, Fähigkeiten und Einstellungen durch Beobachtung und Nachahmung anderer erlernen. Im Mittelpunkt steht dabei die Rolle des Modellierens, bei dem Individuen die Handlungen anderer nachahmen, insbesondere diejenigen, die als ähnlich, erfolgreich oder bewundernswert wahrgenommen werden. Siehe auch Lernen, Nachahmung, Sozialverhalten, soziale Beziehungen, Gruppenverhalten, soziale Gruppen, Verhalten.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Yuichi Shoda über Soziales Lernen – Lexikon der Argumente

Corr I 475
Soziales Lernen/Situationen/Verhalten/Persönlichkeit/Shoda/Smith: VsSoziale Lerntheorie: Frühere Versionen der Theorie des sozialen Lernens wurden manchmal kritisiert, weil sie die Rolle von situativen Faktoren und grundlegenden Lernmechanismen der Verhaltensakquisition und -änderung betonten, ohne interne Variablen der "Person" anzugeben, die

a) die Auswirkungen von situativen Variablen auf das Verhalten vermitteln und
b) die individuellen Unterschiede berücksichtigen, die selbst für den zufälligen Beobachter menschlichen Verhaltens so deutlich erkennbar sind (Kenrick und Funder 1988)(1).

Lösung/Shoda/Smith: Aufbauend auf einem theoretischen Artikel von Mischel (1973)(2), der einen Satz von "Personenvariablen" spezifizierte, die mit dem damaligen Ansatz der Theorie des sozialen Lernens übereinstimmen, hat eine neuere Formulierung ein neues Modell hervorgebracht, das interne Vermittlungsfaktoren in einer Weise spezifiziert, die hilft, sowohl Persönlichkeitskohärenz als auch situative Variabilität in einer Weise zu berücksichtigen, die dazu beiträgt, das Persönlichkeitsparadoxon zu lösen. >Situationen/Shoda/Smith
, > Soziale Kognition/Shoda/Smith.


1. Kenrick, D. T. and Funder, D. C. 1988. Profiting from controversy: lessons from the person-situation debate, American Psychologist 43: 23–34
2. Mischel, W. 1973. Toward a cognitive social learning reconceptualization of personality, Psychological Review 80: 252–83


Ronald E. Smith and Yuichi Shoda, “Personality as a cognitive-affective processing system“, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge Handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Shoda, Yuichi

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

Corr II
Philip J. Corr (Ed.)
Personality and Individual Differences - Revisiting the classical studies Singapore, Washington DC, Melbourne 2018

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